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🥋 Judo

Judo erklärt: Wertungen, Würfe, Gürtel & Einstieg

Judo ist olympisch, weltweit verbreitet und eine der beliebtesten Kampfsportarten für Kinder in Deutschland. Der Name bedeutet „sanfter Weg": Statt roher Kraft nutzt man die Bewegung des Gegners. Dieser Guide macht dich mit den Regeln vertraut.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ziel ist es, den Gegner kontrolliert zu werfen, ihn am Boden zu halten oder ihn zur Aufgabe zu bringen.
  • Es gibt heute nur noch zwei Wertungen: Ippon und Waza-ari.
  • Ein Kampf dauert bei Erwachsenen 4 Minuten.
  • Geschlagen und getreten wird im Judo nicht.

Die Wertungen

  • Ippon: die höchste Wertung – der Kampf ist sofort vorbei. Ein Ippon gibt es für einen Wurf, bei dem der Gegner kontrolliert, mit Schwung und weitgehend auf den Rücken fällt; außerdem für einen Haltegriff über 20 Sekunden oder wenn der Gegner durch Hebel bzw. Würgetechnik abklopft.
  • Waza-ari: die kleinere Wertung, wenn nicht alle Ippon-Kriterien erfüllt sind (z. B. Wurf auf die Seite) oder bei einem Haltegriff von 10 bis unter 20 Sekunden.
  • Zwei Waza-ari ergeben zusammen einen Ippon – der Kampf endet („Waza-ari-awasete-Ippon").

Golden Score – die Verlängerung

Steht es nach der regulären Zeit unentschieden, geht es im Golden Score ohne feste Zeitbegrenzung weiter. Die erste Wertung entscheidet – oder die dritte Bestrafung des Gegners.

Strafen (Shido)

Für passives Kämpfen, falsches Greifen oder Verlassen der Fläche gibt es Shido. Die dritte Shido bedeutet Niederlage. Für schwere Regelverstöße oder gefährliche Aktionen gibt es sofort Hansoku-make (Disqualifikation).

Die Technikgruppen

  • Nage-waza (Wurftechniken): Hüftwürfe, Schulterwürfe, Fußtechniken und Opferwürfe.
  • Osae-komi-waza (Haltetechniken): den Gegner am Boden auf dem Rücken kontrollieren.
  • Shime-waza (Würgetechniken) und Kansetsu-waza (Armhebel) – erst ab bestimmten Altersklassen erlaubt.

Bekannte Würfe sind z. B. O-goshi (großer Hüftwurf), Seoi-nage (Schulterwurf) und O-soto-gari (große Außensichel).

Gürtelgrade

Vom weißen Gürtel geht es über gelb, orange, grün, blau und braun (die Kyu-Grade) zum schwarzen Gürtel (1. Dan). Kinder haben oft Zwischengrade mit Streifen. Geprüft werden Wurf- und Bodentechniken, Fallschule und Theorie.

Die Fallschule – das Wichtigste zuerst

Bevor du wirfst, lernst du richtig zu fallen (Ukemi). Das schützt vor Verletzungen und ist auch im Alltag nützlich. Deshalb ist Judo für Kinder so beliebt: Es schult Körpergefühl, Mut und Rücksichtnahme.

So steigst du ein

Vereine bieten fast überall Schnupperstunden an – Kinder starten oft mit 5–6 Jahren, Erwachsene jederzeit. Du brauchst zunächst nur bequeme Sportkleidung; den Judogi (Anzug) besorgst du später. Achte auf Vereine im Deutschen Judo-Bund (DJB).

Kleines Lexikon

  • Tatami: die Judomatte.
  • Uke / Tori: derjenige, der geworfen wird / der wirft.
  • Hajime / Matte: „Beginnt!" / „Stopp!".
  • Ukemi: die Fallschule.

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